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Die Lage Cannubi war schon früh eines der berühmtesten Lagen im Barolo. Sie ist auch gleich nördlich der Gemeinde Barolo und von der Hauptstraße gen Norden fällt sie sanft Richtung Süd-Osten ab. Geologisch besitzt sie theoretisch mehr Mergel Anteil, liegt aber auch an der Grenze zu sandigeren Böden. Die gut 2 Hektar, die Einaudi erst 1997 erwarb, besitzen verhältnismässig viel Sand, was den Boden durchlässiger macht. Das gibt Eleganz, Feinheit und wenn ich das so sagen darf, Zartheit. Es mag unter anderem am Jahrgang liegen, aber dieser Wein unterscheidet sich eben doch in dem Bisschen, was den Preis gerechtfertigt. Ein so feiner Barolo kommt mir selten „unter die Nase“, von festen Tanninen (für Cannubi oft zutreffend) hat dieser Wein nur das Nötigste, um Ihn für 10-20 Jahre aufrecht zu halten. Bereits jetzt kann mann den Wein trinken. Die Aromen sind auf das feinste abgestimmt, eine unauffällige Schönheit, dezent und doch präsent. Ich könnte ewig am Glas riechen, bei dem mir die Ganze Vielfalt an roten Früchten, Beeren, getrocknete Kräuter, Waldboden, Gewürze entgegen strömt, aber eben sehr schüchtern. Im Mund gibt es selbstverständlich ein Angriff auf den Gaumen, aber der ist so schön soft und betörend, daß man sich gerne weiter reizen läßt. Bei guten Erzeugern, wie Luigi Einaudi, fängt man die Eigenschaften des Jahrhundertjahrgangs ein, ohne dabei angeben zu müssen.
| Herkunftsland (aus:): | Italien |
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| Gebiet: | Piemont |
| Rebsorte: | Nebbiolo |
| Geschmack: | Rotwein - mittelkräftig und trocken |
| Allergiehinweis / Allergene Stoffe: | enthält Sulfite |
| Erzeuger/Importeur oder verantw. Lebensmittelunternehmen: | Poderi Luigi Einaudi Az. Agricola Srl – Borgata Gombe, 31/32 12063 Dogliani (Cn), Italien |
| Alkoholgehalt in vol.%: | 14,5 |
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Der Produzent: Poderi Luigi Einaudi
Die Geschichte des Weingutes Einaudi ähnelt nicht wenigen anderen bekannteren Weingütern in Dogliani. Bereits in der vierten Generation baut man auf die Erfahrung und die Weitsicht der Groß- und Urgroßeltern: die Entscheidung, trotz schwieriger wirtschaftlicher Lage bis in die 80er Jahre des 20. Jahrhunderts, potentiell gute Lagen zu erwerben und zu halten sowie auch selbst abzufüllen. Doch so richtig losgelegt hat dieses Weingut erst in diesem Jahrhundert und es gehört seit etwa 10 Jahren zu den Aufsteigern und zur Top Barolo-Elite. Gerade erst seit den letzten 5 Jahrgängen, genauer gesagt seit dem Barolo des Jahrgangs 2016, wurden Weinkenner aufmerksam und erkannten die großen Bestrebungen des Weingutes. Häufig wird von Unwissenden vollkommen unterschätzt, welcher finanzielle Aufwand notwendig ist, um gute Qualität und Kontinuität im Weinberg und Keller zu ermöglichen. So haben hohe Investitionen, vor allem in den Keller, kaum Gewinn entstehen lassen. Das Equipment ist zweckmäßig und zugleich von höchster Güte, auch die kellertechnische Verarbeitung zeugt von gefühlvoller und gewissenhafter Weinbereitung.
Diese strategische Entscheidung trägt bereits Früchte und wird vermutlich in Zukunft den guten Ruf des Weingutes fördern.