14,00 €
Dieses Produkt erscheint am 30. September 2026
| Herkunftsland (aus:): | Italien |
|---|---|
| Gebiet: | Toskana |
| Rebsorte: | Malvasia , Trebbiano |
| Geschmack: | Weißwein - mittelkräftig und trocken |
| Laune: | Für Freunde natürlicher Weine , Nichts für Anfänger! , Trocken!! , Vegan , Voll im Trend |
| Bio-Zertifikat: | bio zertifiziert |
| Bewirtschaftung: | EU-Bio |
| Öko-Kontrollstelle: | IT-BIO-006 |
| Allergiehinweis / Allergene Stoffe: | enthält Sulfite |
| Erzeuger/Importeur oder verantw. Lebensmittelunternehmen: | Podere Il Cocco, Loc. Villa a Tolli, 53024 Montalcino (SI), Italien |
| Brennwert Kj je 100g (je 100ml bei Flüssigkeiten): | 313 |
|---|---|
| Brennwert Kcal je 100g (je 100ml bei Flüssigkeiten): | 75 |
| Kohlenhydrate je 100g (Gramm je 100ml bei Flüssigkeiten): | 2,5 |
| - davon Zucker je 100g (Gramm je 100ml bei Flüssigkeiten): | 0,0 |
| Zutaten: | Bio-Trauben, Konservierungsstoff: Sulfite |
Der Produzent: Podere Il Cocco
Giacomo hatte sicher Glück. Er stammt einer Medizinerfamilie ab, die ein schönes Grundstück mit typischem, altem Farmhaus in der Gemeinde Montalcino besitzen. Keiner der Verwandten wollte sich die Arbeit antun, so entschied er sich vor Jahren zu einem bäuerlichen Leben. Beeindruckend ist vor allem seine gesamtkonzeptionellen Überlegungen, alles im Einklang mit der Natur zu betreiben. So ist Weinanbau zwar der finanziell wichtigste Fundament, darüber hinaus ist er Selbstversorger mit an Permakultur erinnernder Anbauweise. Er vermehrt selbst Obst und Gemüsesorten, arbeitet mit natürlicher Bodendüngung, experimentiert mit Mischanpflanzungen zur Selbststärkung der Kulturen und hat sogar einen sogenannten Fruit-Forest angelegt, alles natürlich biologisch bewirtschaftet.
Sein Wein fiel mir vor kurzem unter einer Vielzahl von anderen Brunello di Montalcino Weinen sehr positiv auf. Ein Besuch in seinen Weinbergen, er hat gerade mal 3 Hektar und ist damit eines der kleinsten Brunello-Erzeuger, zeugt beeindruckend von seiner Arbeitsweise. Die Rebanlagen sehen im Vergleich zu traditionellen Anlagen ein wenig verwahrlost aus. Doch der Schein trügt: es sind halt weitere Pflanzen chaotisch, und wie sie gerade gefallen sind, zwischen den Reben. Sogar Bäume lässt er zu. (Un)Kraut und Gräser lässt er zu, bis es Zeit ist diese zu Walzen, wobei nur die oberirdischen Stengel dabei „abgebogen“ werden und nicht weiter wachsen können. Diese trocken langsam aus und bilden dabei langfristig neuen Humus. Die Wurzeln und damit die auch die Vegetation bleiben erhalten und können erneut wachsen. Man spürt förmlich, wie sich die Natur und der Boden hier wohlfühlen.
Giacomo hat nie Önologie studiert, zeigt aber eine ungewöhnlich präzise und wissenschaftlich fundierte Herangehensweise an die Weinherstellung. So ist er an sich ein Freund von natürlichen Weinen, sagt aber auch ganz klar: der Wein muss sauber und wirklich gut sein. Dazu sind kellertechnisch moderne Geräte und eine chemische Überwachung notwendig. Sauberkeit im Keller ist unabdingbar. Kompromisslos entscheidet er dann, ob sein Wein je nach Jahrgang gut genug für ein Brunello ist oder ein großteil eben doch nur der Rosso wird. Konkret bedeutet das aber auch, daß sein Rosso di Montalcino dann die Güte eines „kleinen“ Brunello besitzt. Mit 42 ist er sich bewußt, noch nicht am Ende seiner Neugier und Kreativität angekommen zu sein, ich bin aber von dem was er aktuell macht begeistert und weiß nicht was man besser machen kann.